Dreams come true and back to reality plus the British Airways Disaster!

Ich komme wieder, keine Frage. Der Abschlussbericht hat lange auf sich warten lassen. Mit dem Bus fuhr ich einmal mehr in knapp 14 Stunden nach Puerto Madryn. Eine kleine Küstenstadt am Atlantischen Ozean mit der Bekanntheit viele Wale und sonstige Lebewesen zu haben.  Um sieben Uhr morgens kam ich erschöpft am Busterminal an und spazierte mit meinem Gepäck in der Dunkelheit zum Hostel. Da ich sehr früh war und erst um Mittag einchecken konnte, unternahm ich einen grossen Spaziergang zum Strand und erlebte einen wunderbaren Sonnenaufgang. Auf einem Steg lief ich weit auf das Meer hinaus und drei tollende Seehunde spielten im Wasser. Es war eiskalt und keine Menschenseele war anwesend. Als ich zurücklief machten sich erste Fischer bereit für ihren grossen Fang. Ich lief am Ufer entlang bis zu zwei rostigen Booten und sah am Horizont erstmals Wale herausspringen. Ich musste mich setzen und beobachtete die Wale, als plötzlich zwei Pinguine mich besuchten und so schnell sie aufgetaucht waren , waren sie auch wieder verschwunden. Die Sonne schien und es wurde langsam wieder angenehm mit den Temperaturen. Ein Hund leistete mir Gesellschaft und schaffte es mir das hinsetzen zu verunmöglichen. Das war der Zeitpunkt zum Hostel zurückzukehren und mir Pasta zu kochen. Ein Argentinier, laut seiner Aussage, Weltmeistersilbermedaillengewinner 1981 in Taekwondo, leistete mir Gesellschaft. Zwei Schweizer aus Lenzburg waren auch präsent. Zum Glück verliessen diese zwei Motzis bald das Hostel und ich musste mich nur 15 Minuten mit ihnen unterhalten und fragte mich, warum manche Menschen reisen. Am Nachmittag schlenderte ich ein wenig in der Stadt herum, bevor ich mich müde zu Bett legte. Am nächsten Morgen mietete ich ein Velo und fuhr die zwei Stunden in den Norden zu einem Strand. An diesem Strand bei Flut kommen die Wale keine 20 Meter entfernt an das Ufer, um sich am Sand zu kratzen. Mir blieb die Spucke weg. Mein Traum ging unerwartet in Erfüllung. Diese 80 Tonnen-Kolosse zeigten sich gerne und pusteten mit voller Kraft eine Riesenfontaine in die Luft. Der Südkaper ist bis zu 18 Meter lang. Sie treffen sich auf der Durchreise nach der Antarktis vor der Küste Argentiniens um sich zu paaren. Sie spielen, springen und singen ganz nahe, als könnte man sie anfassen. Es waren so viele mindestens einhundert. Endlich hatte ich Glück mit den Walen. Nach Island und Neuseeland war dies die verdiente Gerechtigkeit. Die Bootsfahrt konnte ich mir auch sparen. Ich lernte am Strand einen Spanier Namens David kennen, der in Deutschland lebt. Wir quatschten und verabredeten uns wieder am Abend, um was trinken und essen zu gehen. Ich machte mich wieder auf den anstrengenden Weg zurück. Die Strasse war Sand und machte die Fahrt zur Tortur, welche sich aber gelohnt hatte. Völlig erschöpft erholte ich mich im Hotel von den Strapazen und den Eindrücken. Am Abend traf ich mich David und Russell (Mein Australischer Mitbewohner im Hostel) zu Bieren in einem Pub. Es wurde ein feuchtfröhlicher Abschluss für einen perfekten Tag. Tags darauf lief ich in den Süden und wollte ein Museum besuchen. Leider war es geschlossen und ich setzte mich auf einen Felsen und beobachtete ein letztes Male Wale am Horizont. Sie sprangen immer wieder in die Höhe oder zeigten ihre Flosse und schlugen sie aufs Wasser, um den Weibchen zu imponieren. Auf dem Rückweg sah ich eine Gruppe Flamingos, was mich sehr überraschte. Ich habe immer gedacht sie brauchen warmes Gewässer und Temperaturen. Aber eben: menschen ist irrlich 😛 (gäll Eric). Zwei Hunde schwammen wegen Möwen aufs offene Meer hinaus und hofften auf eine Mahlzeit. Ich hoffe nicht, dass diese zwei Hunde zur Mahlzeit der Möwen wurden. Am nächsten Tag fuhr ich 18 Stunden mit dem Bus zurück nach Buenos Aires. Im Hostel lernte ich Robin einen Engländer kennen, der mich prompt am Abend für ein Bier einlud. Er stellte mir seine brasilianische Freundin und ihre Schwester  vor. Sie verabschiedeten sich nach kurzer Zeit, um eine Tangoshow zu besuchen. Ich spielte noch mit fünf anderen Brasilianern Billard und legte mich dann schlafen. Den letzten Tag verbrachte ich mit Souvenirs kaufen und Postkarten einwerfen, wo ich per Zufall wieder David (dem spanischen Deutschen von Puerto Madryn) traf. Wir assen wieder gemeinsam zu Abend und tranken noch ein paar Bier in einem Pub. Zurück im Hostel traf ich wieder Robin, seiner Freundin und Danielle. Wir hatten spass bis früh in den Morgen und mit wenig schlaf, machte ich mich auf den Weg zum Flughafen. Die Reise sollte zu Ende sein und ich im Flieger von British Airways nach London sitzen. Denkste. Ausgerechnet mein Flug wurde zehn Minuten vor Check-In gestrichen. Es war der einzige Flug neben einem nach Santiago der gecancelt wurde.  Ich wartete ganze drei Stunden in einer Schlange um am Ende einen Zettel zu erhalten mit einer Nummer darauf, welche nur von Montag bis Freitag von 06:00 bis 20:00 erreichbar war. Ich muss hier erklären, dass Samstag war. Es wurde uns erklärt wir sollen diese Nummer anrufen und unseren Flug umbuchen. Ich zur nächsten Telefonzelle und ausprobiert. Nicht funktioniert. Zurück zu BA (British Airways) Sache erklärt. Mitarbeiter BA doch diese Nummer funktioniert. Ich zurück zur Telefonzelle, wieder die das Antwortband. Zurück zum BA-Mitarbeiter und ihm dies erklärt. Keine Möglichkeit ihn davon zu überzeugen. Jedenfalls sagten sie nur, wir sollen selber für die Rückreise sehen. Am besten nach São Paulo fliegen und dann nach Zürich. Ich den ganzen Nachmittag versucht BA zu erreichen und per Internet den Flug zu ändern. Keine Chance, der nächste Mögliche Flug wäre erst eine Woche später gewesen. Ich zu jedem Schalter in diesem Terminal um nach Flüge nach Europa und São Paulo zu finden. Alle für die nächsten vier Tage ausgebucht. Der einzige Flug den ich angeboten bekam war ein Flug für 2400 US Dollar nach New York am darauffolgenden Tag. Da es möglich war den Flug zu reservieren bis drei Stunden vor Start ohne zu bezahlen, liess ich ihn mir reservieren. Ich versuchte noch den ganzen Tag bis acht Uhr abends BA zu erreichen. Ohne Erfolg. Dann hatte ich die Schnauze voll und buchte ein Hotelzimmer nahe am Flughafen. Dort versuchte ich wieder per Tel und Internet BA zu erreichen. Kein Erfolg. Um Mitternacht legte ich mich frustriert schlafen. Am frühen Morgen entschloss ich an den Flughafen zu fahren und nochmals persönlich mit den BA-Mitarbeitern zu sprechen. Mein Plan war den Flug nach New York zu stornieren und eine 20 stündige Busfahrt nach São Paulo zu unternehmen, um von dort ein billigen Flug nach Europa zu kriegen. Am Flughafen angekommen, wollte ich mich in die Schlange des Check-In stellen, wurde aber in eine andere Schlange verwiesen, da ich kein gültiges Ticket hatte. Nach einer Stunde kam ich an die Reihe und bekam ein Flug mit Iberia nach Madrid in drei Stunden angeboten. Von dort ging’s nach Paris und dann nach Basel mit Air France. Natürlich hielt ich die Klappe und stornierte den Flug nach New York. So flog ich nach langer Ungewissheit und Eigeninitiative einen Tag verspätet über Umwegen nach Basel. Mir tun all diese Personen leid, die vergeblich seit Tagen und Wochen auf einen Flug nach Europa warten und empfehle niemanden mit British Airways zu fliegen.

Zurück in der Schweiz musste ich mich wieder an einige Dinge gewöhnen, welche ich nicht mehr kannte. Es wird wieder am Fussgängerstreifen angehalten. Leute sperren beim Heckenschneiden die Strasse und an den Kassenschlangen wird wieder gedrängelt. Komisch angesehen wird man nicht mehr, weil ja hier zuviel gucken die Privatsphäre stört und Verkehrsregeln werden eingehalten. Das Administrative Chaos hat wieder begonnen und Nahrungsmittel schmecken wieder, so wie man sie sich vorstellt.

Wow Kulturschock Schweiz!

Das wars von unserer langen Odyssee um die Welt. Bei einem Bier werden die Storys und Erlebnisse erzählt und gezeigt oder wieder über die Alltagsprobleme genörgelt. „Hesch gseh? Dr Maier het dr Rase nit gmaiht!“ oder „Hesch gseh? Dä het denn eh komischi Frisur“

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Antarktisexpedition abgesagt; Aschewolke Flug gestrichen und ich reise noch immer…

Früh am Morgen fuhr ich mit dem Bus nach Uspallata, einer kleinen Ortschaft inmitten der Anden. Begrüsst wurde ich mit einem grossen Frühstück, zu dem sich zwei Irländer und ein Engländer gesellten. Gut gestärkt begleitete ich sie mit dem Velo auf eine kleine Spritztour durch die Gegend. Der Wind blies sehr stark und ich erwischte das Velo, welches sich im schlechtesten Zustand befand. So hing ich immer weit hinterher und sie mussten auf mich warten. Zum Glück hatten sie Geduld mit mir und wir besichtigten ein Museum, alte Höhlenmalereien und die sieben Hügel. Der Wind blies so stark, dass viele Gebüsche herum wehten und mich wie in einem Westernfilm fühlen liess. Als wir langsam zum Hostel zurückfuhren, hatte ich Glück, dass ich nicht von einem herunterfallenden Ast getroffen wurde (Tipp: Nicht in den Wald, wenn es stark windet). Im Hostel bei warmem Feuer lernte ich Tyson und Tim kennen. Einen Belgier und einem Amerikaner, welche mich zu einem Pingpongspiel einluden. Danach ass ich mit Tony, dem Engländer, Milanese (Schnitzel) und Kartoffelstock. Am nächsten Tag ging die Reise mit den drei T’s (Tony, Tyson und Tim) nach Puente del Inca oder zu Deutsch Brücke der Inkas, mit dem Bus weiter. Um 7 Uhr in der Früh stunden wir auf, assen schnell Frühstück und hielten den Bus mittels Taschenlampe im Dunkeln auf, der uns zur Ortschaft brachte. In Puente del Inca befindet sich eine natürlich durch Erosion entstandene Brücke und lässt die Stelle, aufgrund der schwefelhaltigen Thermalquelle, rotgelbgrün erscheinen. Wir lagerten unsere grossen Rucksäcke in einem Hotel und wanderten in den Nationalpark von Aconcagua, wo sich der höchste Berg (Vulkan) der südlichen Hemisphäre und ganz Amerika befindet. Oder ganz einfach, der höchste Berg der Welt, welcher sich nicht auf dem Kontinent Asien befindet und auf Rang 188. (nach 187 asiatischen Bergen) mit 6962 Metern. Die Temperaturen knapp über 0, wenn die Sonne schien und -5°C wenn sie hinter Wolken oder Bergen verschwand. Wir wanderten in dem Tal dem Koloss entgegen und hofften vergebens, dass die Wolken die Spitze des Berges freigab. Nach gut 6 Stunden hatten wir genug und wärmten uns bei Tee und Kaffee auf, bevor wir den Bus nach Los Penitentes nahmen. In einem gemütlichen Berghüttchen bei Kaminfeuer tranken wir Bier und kraulten die Hauskatze Wilson (Den Namen vom gleichnamigen Volleyball im Film Cast Away/Verschollen mit Tom Hanks). Wiederum tags darauf nahmen wir den Minivan nach Santiago-de-Chile. Eigentlich sollte wir um 11:00 abgeholt werden, schlussendlich wurde es 13:00. Unser Gepäck wurde meterhoch auf das Auto geladen und wir zwängten uns in das volle Auto. Bei Argentinischer und Chilenischer Folklore schlängelte sich, der zirka 65-jährige Chauffeur, gefährlich und risikofreudig durch die engen Passstrassen. Die Grenzkontrolle dauerte gute 2 Stunden und so kamen wir sehr spät in Santiago an. Ich bezog mit Tim und Tyson ein sechserschlag im Hostel und wir gingen relativ früh schlafen. Die drei Tage in Santiago sind schnell erzählt: Viel Laufen, viel Smog, viel Bier und Wein, viel Pingpong und ein Meisterschaft entscheidendes Fussballspiel. Leider war das Spiel ausverkauft und daher sahen wir es uns in einer Bar im Fernsehen an. Drei rote Karten, zwei Penaltys und fünf Tore liessen die Gäste (wenn man das so nennen kann, weil beide Teams aus Santiago kamen) gewinnen. Für mich war das Spiel sehr fragwürdig und die Frage Wettskandal könnte in Chile definitiv auch ein Thema sein. Jedenfalls feierten die Anhänger mit Autokorso und Fackeln bis spät in die Nacht. Busse und Läden wurden demoliert und die Polizei musste Tränengas gegen die feiernde Meute einsetzten, was in Südamerika üblich ist. Demonstrationen und Tränengas gehören zum Alltag einfach dazu, wie Mate (Eine Art Tee) und eben der Fussball. Am Abend gesellten sich noch zwei Franzosen zu uns. Sie hatten nur einen Kurzurlaub und hofften, dass die Vulkanwolke ihren Flug ausfallen lässt und sie nicht am Montag zur Arbeit erscheinen mussten. Wir tranken viel Bier und Wein und hatten einen super Abend, welcher ich mit einer Wette abschloss. Ich glaube meine Chancen stehen gut, weil Tim der Belgier, auf Belgien als Weltmeister 2018 gesetzt hat. Damit wäre die Reise für 2018 auch schon gesichert (Gratiswochenende in Belgien) und er war nicht nur im alkoholisierten Zustand davon überzeugt. Nach den drei Tagen fuhren wir mit dem Bus nach Valparaiso. Eine farbenfrohe Stadt an der Pazifikküste von Chile. Mittels freundlicher Unterstützung eines einheimischen nahmen wir eine Seilbahn zum Viertel, in welchem unser Hostel lag. Die Strassen sind sehr verwirrend und teilweise sehr steil. Im Hostel bekamen wir den Hinweis, eine gewisse Höhe (Die Stadt liegt an einem Hang), nicht zu überqueren. Zu gefährlich und unsicher sei dieser Abschnitt der Stadt, hiess es. Wir mieden den Stadtteil und liefen parallel am Hang durch die ganze Stadt und nahmen den Bus nach Viña del Mar, einer Nachbarortschaft. Am Abend ging’s zurück und wir genossen auf der Terrasse bei Wein den herrlichen Ausblick auf das Lichtermeer der Stadt. Dazu gesellte sich ein Australier und ein Japaner, welcher in den USA studiert und in der Antarktis geforscht hatte. Genau dieser Forscher, erzählte unglaubliche Geschichten aus der Antarktis. Er durfte die letzten sechs Monate auf einer Amerikanischen Basis verbringen. Dort lebt ein Insekt das nur für kurze Monate lebt und sich dann einfriert und wartet, bis der nächste Sommer es wieder auftaut und das Insekt weiterlebt. Aber nicht nur das es das einzige Insekt auf dem weissen Kontinent, sondern auch das Leben auf der Basis hat es auf sich. Gerade nur 40 Personen halten sich auf dieser Basis auf. Alle 6 Monate gibt es einen Wechsel des Personals (aufgrund des harten Winters). Maximaler erlaubter Aufenthalt ist 14 Monate. Danach muss man für mindestens sechs Monate den Kontinent verlassen. Die Lebensmittelversorgung ist schwierig und frische Früchte und Gemüse gibt es nur für die ersten zwei Wochen (Alle zwei Monate wird per Schiff Nahrung geliefert). Laut dem Japaner haben sie sich wie die Pinguine im Film Madagaskar gefühlt: This is sucks oder ist ja voll ätzend hier. Wer denkt man hat warmes Wasser irrt sich. Nur die Frauen besitzen diesen Luxus, die Männer müssen sich mit lauwarmen bis kühlem Wasser begnügen. Er hat noch viel mehr unglaubliches berichtet, was ich aber aus platz- und zeitgründen nicht erwähnen möchte oder kann. Daher zurück zur Stadt Valparaiso. Alle Häuser sind bunt gefärbt und viel Graffitis verzieren die Ortschaft. Ein Hund hat uns zirka 2 Stunden bis zum Hostel verfolgt und darum habe ich ihn mit Würsten fürs Aufpassen belohnt. Eigentlich wollte ich ja mit der Fähre von Puerto Montt nach Puerto Natales in Südchile fahren. Aufgrund der Wetterverhältnisse und dem Vulkan schob sich die Reise aber immer weiter hinaus, bis ich sie schlussendlich absagen musste (Es frustriert mich sehr, weil ich mich besonders auf diesen Teil der Reise sehr gefreut habe, aber gegen die Natur kann man halt doch nichts machen) Der Flug von El Calafate nach Buenos Aires wurde aufgrund der Aschewolke auch gestrichen und daher musste ich meine Reise komplett neu gestalten. Ich beschloss mit meinen zwei Freunden zurück nach Mendoza zu reisen, wo sich unsere Wege in jede Himmelsrichtung trennten. Tim geht in den Osten nach Uruguay und Brasilien, Tyson in den Norden nach Bolivien und ich in den Süden nach Patagonien. Wir verabschiedeten uns und assen ein letztes Mal gemeinsam Pizza, bevor ich den Bus nach Bariloche bestieg. Nach gut 18 Stunden Busfahrt erreichte ich die Geisterortschaft. Schon auf dem Weg nach Bariloche, genauer gesagt zirka 6 Stunden vorher, begann sich die Landschaft sehr zu verändern. Zuerst sah es wie Sand aus, der sich zwischen den Gebüschen verteilte. Diese dicke, graue Schicht wurde immer mehr und immer stärker. Es war Untergangsstimmung angesagt. Alles war grau, Strassen, Häuser, Bäume, Berge und sogar teil Kühe und Pferde. Flüsse und Seen waren komplett grau und liessen sie wie ausgetrocknet wirken. Der Wind blies die Asche immer wieder umher und lies es sehr dunkel erscheinen. Ich muss hier erwähnen, dass ich mich ca. 50 bis 100 Kilometer vom noch aktiven Vulkan Puyehue befinde. Die ganze Ortschaft ist mit einer 30 Zentimeter Ascheschicht bedeckt und lässt die Ortschaft wie mit Schnee aussehen, nur das der Schnee grau ist und eben halt kein Schnee ist. Eigentlich fängt in ein paar Wochen die Wintersaison an, nur Touristen wird es diese Saison wenige bis keine geben. Eine kleine Ortschaft, 40 Kilometer von hier wurde komplett evakuiert und ist komplett mit Asche bedeckt. Man rechnet mit zwei bis drei Jahren, bis sich die ganze Asche wieder verschwunden ist. Da mein Flug und meine Schiffreise abgesagt wurden, werde ich nach Bariloche, also übermorgen, nach Puerto Madryn fahren. Dort ziehen die Wale der Antarktis vorbei und ich hoffe endlich (Nach dem es in Island und Neuseeland nicht geklappt hat) doch noch Buckelwale zu sehen. Ob ich welche gesehen habe, werdet ihr das nächste Mal erfahren.

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Höhenkrankheit

Nach langer Reise von Uruguay nach Puerto Iguazù erreichte ich ziemlich erschöpft und kaputt das Hostel. Bei milden Temperaturen tankten einige Chicks Sonne und badeten im (für mich) kalten Wasser des Swimming Pools. Ich besichtigte tags darauf die Fälle auf der Brasilianischen Seite.   Die Fälle, bis zu 80 Meter hoch, waren sehr eindrücklich und man wurde nass. Einige Nasenbären versuchten Nahrung zu finden und sind teilweise sehr aggressiv gegenüber Touristen. Tourist ist das Stichwort. Leider sind die Wasserfälle total überlaufen und vermiesen so ein wenig das schöne Panorama. Die Preise für Ausländer sind dreifach so hoch und viele unnötige Aktivitäten werden Angeboten. Doch man muss sie gesehen haben, sie sind doch ein Highlight in Südamerika. Am zweiten Tag wollte ich die Wasserfälle auf der Argentinischen Seite bestaunen. Der Bus vor meinem Hostel nahm ich in die falsche Richtung und fuhr so zurück in die armen Siedlungen der Vororte von Puerto Iguazù. So nutzte ich die Gelegenheit und buchte meine Busticket nach Salta und entschied mich gegen Paraguay (viele Leute haben von Asunción abgeraten). Dann nahm ich den Bus in die richtige Richtung und kam zum Nationalpark der Wasserfälle. Dort wieder den teuren Eintritt bezahlt stieg man in einen kleinen Touristenzug und fuhr gemächlich in Richtung der Fälle. Man lief auf dem breiten Fluss auf einem Steg ca. 15 Minuten zu den Fällen und bewunderte die vielen Falter, welche zu tausende herum schwirrten. Eine kleine Schildkröte klammerte sich an einen Stein fest und viele Touristen knipsten wild umher. Ich beschloss nicht den Zug zu nehmen und legte die ca. 30 minütige Strecke zu Fuss zurück zur Zwischenstadion. Es war die richtige Entscheidung, obwohl mich viele Touristen vom Zug aus komisch begutachteten, hatte ich Glück und entdeckte eine Gruppe von 20 Totenkopfäffchen. Ich schaute zu, wie sie in den Bäumen und Büschen herum tobten und Nahrung suchten und waghalsige Sprünge von Baum zu Baum unternahmen. Weiter besichtigte ich die Fälle von anderen Perspektiven und nahm die Lokomotive zurück aus dem Park. Somit habe ich die Fälle komplett gesehen und ruhte mich tags darauf  am Pool aus, bevor es dann im Nachtbus nach Salta ging. Die Busse sind super komfortabel und bieten viel Beinfreiheit, welche auch zu einem Bett geformt werden kann. Es werden Filme gezeigt und man kriegt das Essen wie im Flugzeug serviert. Zwei Mal wurde der Bus von der Polizei kontrolliert und Hunde schnüffelten das Gepäck nach Drogen ab. Ohne Erfolg und so erreichte ich wieder ziemlich ausgelaugt Salta. Ich besichtigte das Städtchen und buchte einen Trip nach Cachi am nächsten Tag. Ich wurde von Fabrisio, dem englisch sprechendem Tour-Guide in einen normalen Personenwagen abgeholt und teilte das Auto mit drei weiteren Argentinischen Gästen. Wir fuhren den ganzen Tag durch die Anden bis zur genannten Ortschaft. Wir stoppten einmal in Nationalpark um die vielen Kakteen anzusehen. Zu Mittag assen wir in einem herzigen Restaurant, welchen guten Wein anboten und freiwillig eine kleine Wein-Tour veranstaltete. Die Rebe ist die höchstgelegene der Welt und hat darum die süssesten Beeren der Welt und darum auch den höheren Alkoholgehalt in den Weinen. Im Hintergrund ragten die bis zu 6300 Meter hohen Berge und boten eine tolle Stimmung. Am Abend wurde ich dann noch von drei Deutschen Mädchen zu einem Spaghetti Essen eingeladen. Dazu gesellten sich noch meine zwei Mitbewohner aus Schottland und wir tranken Wein und Bier und genossen den Abend. Am nächsten Tag legte ich einen Ruhetag ein und besichtigte ein wenig Salta und schaute am Nachmittag Federer gegen Djokovic, was sich zum Glück ja lohnte. Am Abend traf ich wieder das Schweizer Pärchen, welches ich in Buenos Aires kennengelernt hatte. Wir besuchten ein Restaurant und bestellten Parillas (typische Argentinische Steaks und Würste) und tranken guten Argentinischen Rotwein. Zufälligerweise spiessen auch meine zwei schottischen Mitbewohner in dem Restaurant und gesellten sich zu uns an Tisch. Wir gingen dann noch in eine Bar wo Folklore gesungen und getanzt wurde und tranken einen Argentinischen Drink und Bier. Am nächsten Tag hatte ich wieder bei Fabrisio eine Tour zur Bahnstrecke und den Viadukten gebucht. Die Fahrt begann früh am Morgen mit vier typischen Amerikanischen Chicks, welche sehr unsere Nerven strapazierten und einem netten belgischen Fräulein. Sie wollten aus platzgründen mich in ein anderes Auto setzten. Am Ende hatte das belgische Mädchen keine Lust auf die Chicks und wechselte freiwillig das Auto (dies habe ich am Ende der Tour von Fabrisio erfahren, als er sie an einem Ort absetzte, weil auch er einen dicken Hals von Ihnen bekommen hatte und ich alleine mit ihm zurück fuhr). Jedenfalls fuhren wir die Bahnstrecke, welche sich durch die Anden schlängelt nach und hielten immer wieder für fantastische Aussichten, bis wir am Ende der Bahnstrecke ankamen und uns das Viadukt ansahen. Ich stieg die kurze Strecke zur Bahnbrücke hoch und kam aufgrund der Höhenmeter sehr ins atmen, die Lunge schmerzte und der Druck im Kopf stieg sehr an. Jetzt weiss ich warum viele Südamerikanische Fussballmannschaften in Bolivien verlieren und im Gegensatz auswärts Bolivien immer verliert. Die 4200 Meter Höhe spürte man sehr und ich kaute Coca Blätter um gegen die Höhenkrankheit anzukämpfen. Keine Angst, es ist noch kein Kokain, also völlig harmlos. Wir fuhren weiter zum drittgrössten Salzsee der Welt und dort lernte ich zwei Spanierinnen kennen, welche das Problem mit den Amychicks mitbekommen hatten. Sie wollten mich auf eine Spitztour am nächsten Tag einladen, welches ich aber ärgerlicher wähnt alleine mit Fabrisio nach Salta zurück. Wir hatten ein interessantes Gespräch und er verriet mir ein paar Geheimnisse der Südamerikaner Weise ablehnen musste, weil ich das Busticket schon gebucht hatte. Nachdem die weisse Pracht besichtigt wurde, fuhren wir an wunderschönen Felsformationen vorbei mit allen möglichen Farbvarianten. Das war die letzte Station und ich fuhr wie schon zuvor erund sprachen über den Argentinischen Fussball. Am darauf folgenden Tag sah ich mir zuerst das Grand-Slam Finale von Federer gegen Nadal an, bevor ich mit dem Bus 18 Stunden nach Mendoza fuhr. Diese Ortschaft habe ich in den letzten halb Tage angesehen und werde Morgen mit dem Bus über die Anden, mit zwei Übernachtungen in Bergorten, nach Santiago-de-Chile reisen. Hoffentlich wird dies möglich sein, weil aufgrund Schneefalls die Grenze heute noch geschlossen war. Danach stehen Valparaiso und Bariloche auf dem Programm, wo ich mich dann das nächste Mal melden werde.

Hasta Luego

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Buenos dias, buenos tardes y buenos noches

Der Schein trügt, ich habe noch kein spanisch gelernt 🙂 Nachdem ich ungewollt eine Nacht in Kuala Lumpur verbringen durfte (der Flug hatte acht Stunden Verspätung und ich durfte eine kostenlose Nacht in einem fünf Sterne Hotel verbringen) ging es mit meinen 22h Flug los. Nach sechs Filmen, etlichen Serien, wenig Computerspielen, einem Stopp von einer Stunde in Kapstadt und ein wenig Schlaf erreichte ich ziemlich erschöpft Buenos Aires. Ich checkte spät ein und verbrachte die erste Nacht einem 6er Dorm. Der erste Tag verbrachte ich mit einem kleinen Stadtrundgang und kriegte so einen ersten Eindruck. Ich besuchte Monumente und Evita‘s rosa Balkon und spürte sehr schnell die Müdigkeit. Trotzdem machte ich noch eine kleine Stadttour am Nachmittag und erholte mich danach das letzte Mal gut für eine gewisse Zeit. Am zweiten Tag beschloss ich zum Hafen und den Ports in Puerto Madero zu laufen, dem neusten Teil der Stadt. Danach lief ich ins Stadtviertel La Boca, wo auch bekannter weise die Boca Juniors ihr Stadion haben.  Ich erkundigte die berühmte Touristenstrasse und machte eine Stadiontour. Am Abend liess ich mich es nicht entgehen eine Tango-Show anzusehen. Da ich nicht wusste, dass im Preis inbegriffen ein Menu und eine Flasche Wein, sass ich ganz alleine an einem Tisch und speiste mein Filet Mignon und zippte Rotwein. Nach einer kurzen Tango-Lesson und einem Dessert fing die Show an. Gute zwei Stunden zeigten die Protagonisten eine beeindruckende Show. Der Ukulelenmann, der spezielle Stepptänzer, die vier Tangopaare, die fünf Musiker und die zwei Sänger-/innen boten viel staunen und als dann noch der Argentinien-Song von Evita am Schluss mit Träne der Sängerin gesungen wurde, tobte der Saal. Ziemlich spät begab ich mich zu Bett. Übrigens ist es üblich in Südamerika sehr spät Abend zu essen: 21 – 23 Uhr. Am dritten Tag, nach kurzem Schlaf, dachte ich es wäre toll eine Bustour durch die Stadt zu machen, was sich zum totalen Flop erwies. Wir huschten 4 Stunden im Bus umher, hatten nur dreimal Zeit für 15 Minuten auszusteigen und es war nicht sehr informativ. Dem kalifornischen Pärchen, welches ich kennengelernt habe, erging es gleich und wir fingen an zu witzeln über die Reiseleiterin (keine Angst sie hat es nicht mitbekommen). Sie hat bei jedem englischen Satz very important verwendet und logischerweise verlor es irgendwann an Bedeutung. So ging der sehr wichtige 🙂 dritte Tag vorbei. Am vierten Tag erwartete mich das Highlight der Reise: Dem Fussballspiel zwischen River Plate und San Lorenzo einem heiss umkämpften Derby. 45‘000 fanatische Fans boten eine Superstimmung und dribbelnde Torhüter für Tore. Nach eine rote Karte, zwei Toren und enttäuschenden Riverfans endete das Spiel 1zu1 Unentschieden. Wir mussten gut eine dreiviertel Stunde warten, bis die Heimzuschauer das Spiel verlassen durften. Es ist üblich hier, dass die Gästefans zuerst das Stadion verlassen und der Rest warten muss. Danach gingen wir noch in ein Restaurant und tranken Wein, wo ich übrigens unter zwei Schweizern, einer Irländerin, einem Engländer und einer Norwegerin Gesellschaft fand. Früh am Morgen des darauffolgenden Tages nahm ich die Fähre nach Colonia del Sacramento in Uruguay. Die Fahrt dauerte nur eine Stunde und ich lagerte mein Gepäckstück im Hostel ein und erkundigte ein erstes Mal das kleine, idyllische, portugiesische Kolonialörtchen. Danach traf meine Bekanntschaft aus Norwegen ein Litlle My, wie ihr Spitzname war. Wir machten zusammen eine weitere kleinere Tour im historischen Teil und assen gemeinsam zu Abend. Tagsdarauf musste ich wieder früh auf und wollte den Bus um 9:15 nach Montevideo nehmen. Leider gab mir der bescheuerte Busfahrer falsche Auskunft und ich wartete für nichts eine halbe Stunde bis ich schliesslich den Bus verpasste. Jedenfalls gab es in dem kleinen Örtchen noch einen Zweiten Busterminal was der mir nicht gesagt hat. So nahm ich ein wenig genervt den nächsten Bus um 11 Uhr ohne extra zu zahlen und erreichte die Hauptstadt Uruguay’s. Als ich dann ein Taxi zum Hostel nahm, erfuhr ich dass es ein zweites Hostel mit gleichem Namen gab und ich falsch war. So marschierte ich die zehn Blocks und checkte verspätet ein. Es reichte noch für eine Stadttour, bevor ich mich wieder mit der Little My zum Nachtessen begab. Heute (25.5.2011) regnete es in Strömen und der Wind blies stark, so verkürzten wir unsere Stadtbesichtigung und ich wärme mich im Hostel auf und schreibe den lange ersehnten ersten Bericht von Südamerika. Morgen werde ich den Bus, Fähre und Bus nach Puerto Iguazù nehmen, den schönsten Wasserfällen in Südamerika.

Ich sehe der FCB ist auf gutem Wege zum Meistertitel und Champions League: 3 zu 0 der Zwischenstand.

Bis bald und Hasta Luego

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An alle daheimgebliebenen :-)

Herzlich willkommen zum Abschiedsbericht Asien.

Wie gesagt habe ich Batu Ferringhi auf Penang Island besucht. Eine kleine Insel im Nordwesten von Malaysia. Ich liess es mir am Strand und am Pool gut gehen und mietete für die vier Tage einen Motorroller und erkundigte die schöne Insel. Goergetown, die Hauptstadt der Insel, zählt zum UNESCO-Welterbe und hat Charme. Moscheen, Minarette, Kirchen, Buddha- und Hindutempel sind alle gemeinsam und friedlich in der Stadt verteilt. Little India bietet kulinarische Höhepunkte und ist nichts für Liebhaber von faden Speisen. Wie immer habe ich falsch bestellt und anstelle von Curry Chicken bekam ich undefinierbares Schwappelzeugs aus dem Ozean. Ich würgte es herunter und besichtigte die Insel weiter. Es gab einen Regenwald mit Affen und Echsen, eine Schmetterlingsfarm, eine schwimmende Moschee und einen Nachtmarkt mit vielen Essständen. Mittels 13.2 km langer Brücke fuhr ich auf das Festland Malaysias und wieder zurück zum Hotel und kühlte mich im Pool ab. Nachdem zirka 40 ungeduschte und freizeitlich gekleidete Inder sich in den Pool begaben, kühlte ich mich nur noch im Meer ab (obwohl Abkühlung konnte man dies auch nicht nennen :-)). So holte ich mir einen kleinen Sonnenbrand und erholte mich von den harten Nächten im Dschungel und flog bald weiter nach Kuala Lumpur. KL (Die Malaysier mögen Abkürzungen) wurde aufgrund der Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit zur Tortur. Ich kühlte mich immer wieder in Shopping-Malls ab und staunte nicht schlecht über einen Themenpark mit Achterbahnen. Das rund 15 Stöckige Gebäude bot alles was der Konsument braucht und was zusätzlich mit einem Amüsierpark ausgestattet. Die Achterbahn schlängelte sich mit Looping und Spirale durchs Einkaufszentrum. Ich liess es mir nicht nehmen und fuhr ganz alleine in der ersten Reihe, zweimal mit der Rollercoaster. Die Petronas-tower und den Kuala Lumpur Fernsehturm abghakt und schon gings weiter nach Singapur, der nicht typischen, asiatischen Stadt. Hochmodern und architektonisch eine Meisterleistung. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus und fühlte mich wie in einem grossen Disneyland. Im Hostel habe ich einen netten Österreicher aus Graz kennengelernt, mit dem ich die ganze Stadt abgelaufen habe. Fabio kam gerade von Hongkong und wird noch nach KL und Bangkok reisen, bevor er zurück reist.

Heute Abend werde ich nach Buenos Aires fliegen und den asiatischen Kontinent verlassen. Was wird bleiben?! Gewusel, Verkehrschaos, viele Menschen, spezielle Gerüche, undefinierbare Gerichte, Höflichkeit, Kampf mit Strassenhändler, mit Füssen und Händen sprechen und immer wieder Feilsche. Der grösste Kontinent der Erde verspricht all dies, was man von ihm erwartet. Auf  jeden Fall ein einzigartiges Erlebnis und jedem zu empfehlen.

Nächstes Mal werdet ihr erfahren, wie ich mich ohne spanisch durchsetzten muss und ob die Gauchos wirklich so fussballverrückt sind. Adios Amigos bis zum nöchschte Mol. (Danke Eric drum isch mi Bricht diesmol chli Chürzer usgfalle :-))

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Bum Bum – ihr miesen Zöllner

Dies ist nun definitiv mein letzter Bericht (endlich… oh mein Gott, immer dieses Schreiben). Ich habe meine letzte Unterkunft in der Nähe des Bangkoker Flughafen bezogen und versuche gerade, die Coca Cola Dose in der Minibar zu ersetzen, damit ich sie nicht bezahlen muss… mal sehen ob dies klappt!

Der Trek in Pokhara (Nepal) war gut. An Stelle des österreichischen Päärchens (für das ich den Dolmetscher hätte spielen sollen), kamen zwei New Yorker mit, da die andern mit dem Bus irgendwo in Indien feststeckten. Mir auch recht, da ich trotzdem nicht den vollen Preis bezahlen musste. Am ersten Tag wurde die Beinmuskulatur gleich richtig getestet und Foster (der New Yorker) keuchte sich den Berg hinauf, als gäbe es dort oben einen Mc Donalds (der war nun aber fies). Wir hatten circa 85% Luftfeuchtigkeit und die Sonne schien unbarmherzig auf uns hinunter. Schweissgebadet und vier Liter Flüssigkeit später, erreichten wir unser Etappenziel für den Tag. Wir campierten oberhalb eines kleinen Dorfes, inmitten von Hügeln und streunenden Hunden. Da es wenig bis gar keine Toiletten gab (es gab natürlich keine), stieg ich den Hügel hinunter und liess der Natur freien Lauf. Auf einmal kam ein alter, kleiner Mann auf mich zu und fuchtelte mit den Händen. Da bemerkte ich, dass dies keine Grasfläche sondern ein Reisfeld ist, welches ich gerade bewässerte. Mit ein paar entschuldigenden Worten machte ich mich schleunigst von dannen. Lila (unser Guide – ja ich habe ihn gefragt ob er die Serie Futurama kennt wegen seinem Namen – er kannte sie nicht) zeigte uns auf der Karte die Etappe des nächsten Tages und Foster fing refelxartig an zu schwitzen beim Anblick der zu bewältigenden Höhenunterschiede. Sechs Uhr Tagwach. Nach einem herzhaften Frühstück (Dal Baht – Curryginger Gewürzmischung mit Reis) trotteten wir los. Es war wieder heiss, im Gegensatz zur Nacht wo wir nr zehn Grad hatten, und die Reisfelder rückten in die Ferne. So ging das noch zwei Tage weiter und erschöpft aber glücklich erreichten wir den Endpunkt dieses Treks. Unterwegs sahen wir immer wieder das Himalayagebirge; da kann der Eiger aber einpacken. Am Abend wurden wir noch für ein Nachtessen eingeladen und unsere Träger verabschiedeten sich von uns. Ich tat es ihnen gleich und verzog mich in mein Hotelzimmer.

Am nächsten Morgen musste ich um fünf Uhr aufstehen, um meinen Bus nach Kathmandu zu erwischen. Dachte ich. Die Nepalesen hatten da andere Pläne, und der Streik verunmöglichte meinen Transport. Das war wohl die Rache für die Reisfeldbewässerung. So trottete ich ein wenig in der Gegend herum, es war ja erst sieben Uhr Morgens und entschied mich, ein Mountainbike zu mieten. Dafür musste ich eine kleine Seitenstrasse nehmen, die eng und nicht gerade einladend aussah. Ein zerfetzter Hund lag ebenfalls im Weg und ich erlitt ein Kathmandu-Flashback. Ich vergass im letzten Bericht zu erwähnen, dass ich am zweiten Tag in Nepal über eine Mauer klettern musste, um einem wütenden Hund zu entkommen. Traurigerweise war dies nicht das erste Mal, da ich in Chiang Mai ebenfalls schon meine Kletterkünste unter Beweis stellen musste. Zurück zum Mountainbike mieten. Ich entschied mich, die Seitenstrasse nicht zu nehmen und ging deshalb zu Fuss auf Erkundungstour.

Von einem Moment auf den andern fing es an wie aus Kübeln zu regnen. Da die Monsoonzeit vor der Türk steht, war dies ein Vorgeschmack darauf, was diese Leute nun 4 Monate zu ertragen haben. Mit gesenktem Haupt lief ich zurück zum Hotel und da sah ich sie: Sie tanzten im Regen. Mit Tüchern und debilem Blick. Ja, die Hobby Buddhisten waren zurück. Hatte mich schon gewundert, wo sie sich verkrochen hatten. Sie genossen die Dusche Mutter Naturs und sangen irgendein Lied, welches sie höchst wahrscheinlich selber gedichtet hatten (oder eine Blume hat es ihnen zugeflüstert). Als ich an ihnen vorbeilief, rutschte die einte auf ihrer viel zu langen Schlabberhose aus und fiel mit einem lauten Klatsch auf die überflutete Strasse. Vishnu, vielen Dank – ich werde wieder gläubig! Der Abend verlief ruhig und am nächsten Morgen war der Streik auch wieder vorbei. So bestieg ich den Bus und ratterte acht Stunden zurück nach Kathmandu – und dies ohne Zwischenfälle, obwohl ich zwei “Local Buses” sah, die auf dem Kopf im Bachbett unten lagen.

Durch den Streik hatte ich nur noch einen Tag in Kathmandu (welcher ebenfalls ein Streiktag war) und so fiel meine Biketour ins Wasser. Stattdessen lies ich mir von der Chefin des Guesthouses den buddhistischen Glauben näher erläutern. Dies dauerte etwa drei Stunden und ich muss zugeben, dass ich zuvor nicht die geringste Ahnung über diesen Glauben hatte – und immer noch nicht. Inkarnation hin oder her, ich bleibe beim Atheismus. Am nächsten Morgen war der Streik wieder vorüber und ich hatte keine Probleme, zum Flughafen zu gelangen. Die Probleme fingen nämlich erst am Flughafen an. Meine schon fast Ersatzmutter, hatte mir noch ein Lunchpaket und Yasmintee mitgegeben. Dies einfach noch als Zusatzinformation. Ich legte meinen Rucksack auf das Laufband für die Röntgenmaschine (dies muss man in Nepal gleich beim Betreten des Flughafens machen). Danach wurde mein Handgepäck durchsucht und als der Inspektor meinen Souvenirsack erspähte, blickte er mich komisch an. Dies lies nichts Gutes erahnen. Er bat mich, den Inhalt auszuleeren. Lange Rede kurzer Sinn. Ich hätte eine horrende Summe bezahlen müssen, um meine Souvenirs mitnehmen zu dürfen. Etwa das zehnfache von dem, was sie gekostet hatten. Ich fluchte etwas vor mich hin und packte meine restlichen Sachen wieder in den Rucksack. Wahrscheinlich hatte er sich gerade das Geburtstagsgeschenk für seine Frau erworben… mieser Sack.

Gestern spät Abends kam ich dann in meinem Flughafenhotel an. Der Laufbursche, der mir meinen Rucksack ins Zimmer trug, flüsterte mir beim Verlassen des Raumes noch zu: “You want massage? You know… body to body… bum bum” und lächelte verschmitzt. Ich fragte ihn, ob er sich gerade selber anbot, oder ob er eine Frau meinte (nein, das habe ich natürlich nicht gefragt). Ich lehnte dankend ab. Er meinte noch: “You know… cheap. Bum Bum”. Mit dem Bum Bum meinte er wohl nicht Trommel spielen und so lehnte ich ein zweites Mal dankend ab und sagte ihm noch, er sollte dies nicht tun. Dieser Ratschlag war ihm wohl ziemlich egal. Ich schaute noch einen Film und ass dazu eine Packung Chips. Dies war zwar nicht eine interkulturelle Erfahrung in horizontaler Betrachtung des Gegenübers, dafür eine salzige Geschmacksexplosion in meinem Mund – ist doch auch was. Bum Bum.

In diesem Sinne – war mir eine Freude euch unsere Reise näher zu bringen und lasse euch nun in den fähigen Händen von Türki/Marc (wuahhaaaaa, jetz muesch du no Bricht schribe!) und schliesse mit den Worten: “Wer in sich geht, darf sich nicht wundern, wenn er dort niemanden antrifft!”

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Ihr Hobby-Buddhisten – wir streiken!

Ein herzerwaermendes Hallo aus Nepal. Soviel zur obligaten Freundlichkeit. Erst jetzt finde ich Zeit, einen Bericht zu schreiben und dies nur aus dem Grund, weil ein Streik herrscht und ausser Kuehen und Yaks nichts auf den Strassen unterwegs ist. Aber dazu spaeter mehr… (da ich von einem lokalen Computer aus schreibe, ergo Tastatur voellig veraltet, entschuldige ich mich fuer Tippfehler im Voraus).

Als ich von Bangkok (grosser, moderner, neuer Flughafen) nach Kathmandu flog (altes, steiniges und staubiges Schulgebaeude mit mehr oder weniger strengen Sicherheitsvorkehrungen), ahnte ich noch nicht, was mich hier erwarten wuerde. Schweizerisch wie ich eben bin, habe ich mich gut vorbereitet und wusste alles aus den schlauen Buechern dieser Welt. Es sei gesagt, dass man das meiste in der Pfeiffe rauchen kann. Aus dem Flughafen getreten, schwirrte gleich zwanzig Taxifahrer um mich herum und boten mir neben einer Mitfahrgelegenheit ebenfalls allerhand Gemuese und Glitzerzeugs an. Ich lehnte dankend ab, da meine Wenigkeit einen Fahrer organisiert hatte (schweizerisch gut organisiert), der mich abholte. Plan A funktionierte aber nicht, da niemand da war um mich in Empfang zu nehmen. So trottete ich gesenkten Hauptes zu den Taxifahrern und bat sie, mich zu meinem Guesthouse zu fahren. Mit drei Lauchstangen und einem Silberreifen im Gepaeck, fuhren wir dann endlich los. Fuer die 9 Kilometer vom Flughafen zum Guesthouse brauchten wir zwei, ich wiederhole: zwei Stunden. Zum Glueck hatte ich die Lauchstangen als Verpflegung.

Das Guesthouse war dafuer umso schoener. Ich wurde herzlich in Empfang genommen und bekam erstmals einen Kaffee zur Staerkung. Da Wasser in Nepal zu dieser Jahrezeit knapp ist, muss man beim duschen das kalte Wasser in einen Kuebel fliessen lassen, um es dann mit dem warmen (welches ich nie hatte) zu mischen und so moeglichst wenig zu verbrauchen. Es gibt auch immer wieder geplante Stromausfaelle, die circa 6 Stunden am Tag dauern. Ich bekam eine Liste mit Zeiten, wann wir Strom haben und wann nicht. Bei Kerzenschein sass ich auf meinem Balkon und erholte mich von den Strapazen des Tages.

Am naechsten Morgen stuerzte ich mich ins Zenrum von Katmandu und wurde am Abend verwuselt und missbraucht wieder ausgespuckt. Eine unglaubliche Hektik herrscht in den Strassen und ueberall hat es Frucht-und Fleischstaende, die den Weg versperren. Ich erspare euch nun eine Stadtbeschreibung und sage nur: man muss es erlebt haben. Am Nachmittag verzog ich mich in ein gemuetliches Restaurant und verspies Momos (Teigtaschen mit Fuellung) und Dal Baht (Linsen an Currysaue mit Reis – Nationalgericht). Als das Essen serviert wurde, gab es einen Stromausfall (ungeplant) und ich sass im Dunkeln. Immer noch besser als das ueberteuerte Essen in der “blinden Kuh”.  So ergab das eine das andere und ehe ich es mich versah, sass ich im Bus in Richtung Bandipur. Ein kleines Dorf inmitten einer Huegellandschaft gelegen (geographisch extrem praezise formuliert). In meinem Guesthouse gab es praktisch nie Strom, doch ich hatte mir unterwegs eine Packung Kerzen gekauft (Planung!). Dass ich die Kerzen aber im Guesthouse in Kathmandu liegen liess, war aergerlich. In Bandipur ging ich am ersten Tag ein wenig wandern. Es war drueckend heiss, aber es lohnte sich. Auf einem Huegel begegneten mir dann die ersten Hobby-Buddhisten (Westeuopaer und Amerikaner, die in Tuechern gehuellt und mit saumaessig debilem Blick den Weltfrieden verkuenden und dem Kapitalismus und dem Christentum den Ruecken zugekehrt haben). Ich zog rauchend an ihnen vorbei… mein erster Rastplatz war unter einem riesigen Laubbaum. Ich genoss die gute Luft und die leichte Brise. Ploetzlich raschelte es im Gebuesch. Mit dem Schreck meines Lebens im Gesicht drehte ich mich um, und eine alte Frau mit einem riesigen Haufen Blaettern auf dem Ruecken kam heraus… sie laechelte freundlich und zog von dannen. Dass es in dieser Region auch Tiger gibt, erfuhr ich erst spaeter.

Nach Bandipur fuhr ich nach Pokhara, um meine dreitaegige Wanderung zu starten. Was mich dort auf dem Trek erwartete, wie ich ein Reisfeld bewaesserte und warum Hobby-Buddhisten die Mitesser unserer Gesellschaft sind, lest ihr im naechsten Bericht. Ich bleibe dran und versuche rechtzeitig wieder in Kathmandu anzukommen… mal sehen ob mir dies gelingt.

So dusche ich auch die naechsten Tage noch kalt und melde mich fuer den naechsten Bericht bald wieder; falls wir Strom haben.

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Allein unter Franzosen

Als ich mich von Eric verabschiedete, wusste ich noch nicht genau, was mich auf dem dreitägigen Jungle-Trekk im Norden von Chiang Mai wirklich erwartete. Eigentlich vermutete ich eine Kaffekränzchenfahrt mit Rheumadecke, ähnlich wie wir es zwei Male in Vietnam gemacht hatten. Aber Irren ist Menschlich 🙂 und so kam alles anders als zuvor angenommen. Am Anfang nahm alles den gewohnten Lauf. Ich wurde von zwei Tour-Guides abgeholt und wurde zu einem anderen Hotel gefahren, wo wir fünf Franzosen aufluden. Mein Französisch (wenn ich das so nennen darf) wurde wieder auf eine unangenehme Art geprüft und ich bin wieder durchgefallen. Zum Glück war ein Franzose dabei der Englisch konnte und so den Dolmetscher spielen musste oder durfte.  So fuhren wir gemeinsam zu einem Touristen-Polizeibüro und mussten alle eine Kopie des Passportes abgeben. Von einem Deutschen Polizeibeamten hielten wir folgende Informationen: 1. Alle Probleme werden für die nächsten drei Tage über diese Meldestelle laufen (Also nicht über Bangkok) 2. Schuhe ausschütteln (Aufgrund giftiger Spinnen) 3. Schlangen aus dem Weg gehen (Eigentlich logisch) 4. Sich vor Moskitostichen schützen 5. Tiger werdet ihr mit grösster Wahrscheinlichkeit so oder so keine sehen. Und zu guter Letzt: Den Trip geniessen. Irgendwie unterscheidet sich dies von den üblichen Ausflügen, die wir unternommen hatten. Aber ich machte mir keine weiteren Gedanken, da wir ja in Thailand waren und nicht mehr in Vietnam (Bessere Sicherheitsvorkehrungen). Wir fuhren eine Stunde in den Norden zu einer Elefantenfarm. Meine Vermutung der Touristenfalle wurde dort bestätigt und sollte aber das letzte Mal gewesen sein. Ich kaufte zur Sicherheit ein Riesenbündel Bananen und Zuckerrohre, denn diese Elefanten fressen doch ganz viel. Mindestens 200 Kilo futtern diese Vielfrasse an einem Tag. Zwei Elefanten stellten sich an der Aufstiegsrampe bereit und da meine Franzosen alle Schüchtern waren, setzte ich mich als erster auf den Kopf des Einten. Wow, ist dies eine Höhe. Festhalten durfte ich mich an den Ohren oder an den zwei Beulen am Kopf des Tieres. Ein französisches Päärchen nahm hinter mir auf eine Sitzbank, welcher als Sattel diente, platz.  Der Elefant trottete los und es schaukelte mich hin und her. Da ich nicht wusste, wie empfindlich diese Tiere an den Ohren sind, getraute ich mich nicht ihn dort festzuhalten und hielt mich an den zwei Beulen fest. Alle 10 Meter stoppte der Gigant und sein Rüssel erschien an meinen Händen. Der Schlaumeier wusste genau, dass wir viel Nahrung mitschleppten und so durfte ich ihn immer wieder mit Bananen und Zuckerrohren füttern. Wir ritten eine ganze Stunde und ich war wirklich froh, als ich wieder festen Boden unter den Füssen hatte. Einmal ist der Elefant von einem Truthahn so erschrocken, dass es ihn mit Dreck beschoss und der Trainer eingreifen musste. Er beruhigte ihn und verscheuchte das Huhn. Die Dickhäuter sind sehr empfindlich und sehr süss. Nach dem Ritt assen wir zu Mittag und wir wurden zu einem kleinen Dorf transferiert. Wir liefen los und kamen an den Waldrand des Dschungels und traten auf einem schmalen Pfad in die Tiefe des Urwaldes ein. Zeitgleich fing es an heftig zu regnen. Der Weg wurde immer schwieriger Begehbar und einige Male rutschten wir aus und holten uns einen braunen Hintern. Wir liefen fünf Stunden durch den Jungle und erreichten erschöpft drei Bambushütten, dem Tagesziel. Zwei weitere Franzosen gesellten sich dazu und wir assen

gemeinsam zu Abend. Meine schmutzige Hose wusch ich von Hand mit einer Bürste. In der einen Bambushütte bereiteten wir alle unsere Betten (ein Tuch auf dem Boden) vor und hingen Moskitonetze auf. Elektrizität gab es keine. Wir stellten Kerzen auf und spielten unter Kerzenlicht Kartenspiele. Der Einte Guide holte beim Abendessen einen Sack hervor und entleerte ihn auf dem Tisch. Zum Vorschein kam eine tote Vogelspinne die er auf dem Hinweg (Mit dem anderen französischen Pärchen) gefangen und getötet hatte. Anscheinend haben sie die Spinne später noch gegessen. Wir legten uns schlafen und erholten uns für den nächsten Tag. Wir stunden früh auf und da es keine wirkliche Dusche gab, beschlossen wir uns im nahe gelegenen Bach zu waschen. Da viel Regen fiel, war der Wasserfall schön gross und wir genossen die einmalige Abkühlung. Erfrischt liefen wir liefen los und erreichten nach 2 Stunden, eine kleine Ortschaft, wo wir zu Mittag assen. Gestärkt nahmen wir die nächsten vier Stunden in Angriff. Die Einte Französin kam an Ihre Grenzen und sehnte sich nach dem Strand in Phuket. Wir erreichten eine Höhle und besichtigten die Fledermäuse, welche dort wohnten. Auch ein Mönch war dort Zuhause, doch den liessen wir auf seinem Stuhl mit grossem Abstand sitzen. Wir erreichten wieder sehr erschöpft das Tagesziel auf dem Berg. Ein kleines Dörfchen, welche wiederum keine Elektrizität und  Sanitäranlagen kennt. Hühner, Schweine, Katzen und Hunde liefen frei um die Bambushütten herum und liessen uns zeitlich zurück ins Mittelalter versetzt fühlen. Wir bezogen unsere eigene Bambushütte und wurden auf eine harte Probe gestellt. Wir mussten auf dem Boden ohne Moskitonetze schlafen. Die ganze Hütte stand auf Stelzen in etwa 1 bis 2 Meter Höhe. Die Wände, das Dach und der Boden waren spärlich mit Bambus bedeckt. Das heisst man konnte durch Spalten die Tiere unter uns sehen und war frei zugänglich für jegliche Insekten und sonstigen Krabbeltieren.  Unser einheimischer Tourguide kochte uns im Nebenraum auf offenem Feuer Abendessen. Danach fragte er uns, ob wir eine Massage möchten. Natürlich waren alle Franzosen dafür und ich musste nachgeben und mich auch hinlegen. So kamen 10 Frauen und massierten uns (bekleidet :-P) von Kopf bis Fuss. Als dann noch ca. 30 Kinder einheimische Lieder vorsangen (dies alles auf engstem Raum) erahnte ich nicht gutes. An der einten Wand krabbelte eine handgrosse Tarantel und ich wusste ich werde kein Auge zu machen dieser Nacht. Nachdem die Kinder wieder gegangen waren, leuchtete ich die ganzen Wände ab und tatsächlich kamen zwei weitere Spinnen hervor (Ich rede hier nicht von kleinen Stubenspinnen, sondern von Riesenviechern, die ich so noch nie gesehen habe, Australien war nichts dagegen). Der Einheimische Entfernte alle und meinte das keine mehr umher Irren. Jaja dachte ich und so legten sich alle Schlafen. Ich wartete zwei Stunden bis die Kerzen erloschen und ich keine Sicht mehr auf die Wände hatte. Ich viel auch in den Schlaf und erwachte nach nur zwei Stunden wieder, weil mich was an den Beinen kitzelte. Ich schlug nur wild um mich und knipste meine Taschenlampe an. Neben meinen Füssen lag eine tote Riesenspinne. Ich bin mir nicht sicher ob ich sie wirklich erschlagen hatte oder die zwei jungen Katzen sie neben meinen Füssen platzierte. Auf jeden Fall war es an der Zeit die Lage zu überprüfen und ich leuchtete die Wände ab. Ein grosser Fehler. Allein in meiner Ecke krabbelten fünf Stück umher. Der Balken der ca. 2 Meter oberhalb von mir (beim Liegen) vorbeiführte hatte die grösste und das über meinem Kopf hängend. Eine war bei meinen Füssen, keine 30 Zentimeter an der Wand. Ich sprang auf und verkroch mich in die Mitte des Raumes und leuchtete immer wieder umher. Ich fand heraus, dass sie Licht nicht mögen und so verkrochen sich die vom Balken und den Füssen blitzartig. Drei blieben jedoch stur in der Nähe. Ich konnte kein Auge mehr zu machen und war froh als die Sonne endlich aufging und sich die Spinnen, bis auf eine, verkrochen. Eine der jungen Katzen leistete mir Gesellschaft und schlief auf meinem Bauch gemütlich ein. Man war ich eifersüchtig J Es war eine Horror Nacht und ich sehnte mich nach einem Hotelzimmer. Wir machten uns auf das letzte Etappenstück und marschierten 3 Stunden ins Tal. Dort bestiegen wir ein Riverrafting Boat und liessen uns flussabwärts treiben. Wir paddelten durch die Strudel und Wirbel und schlossen unsere dreitägige Reise ab. Wir verabschiedeten uns und wurden zurück ins Hotel gebracht. Leider blieb mir auch in dieser Nacht nicht viel Schlaf, denn ich musste um fünf Uhr aufstehen, um meinen Flug nach Bangkok nicht zu verpassen. Da ich noch immer nicht wusste, wie meine Weiterreise aussah, ging ich erst um ein Uhr zu Bett. Zu erwähnen wäre da noch, dass meine Pechsträhne weiterging und ich meine Kreditkarte im Geldautomat vergass (Eine neue ist bestellt). Nach langer Recherche fand ich einen billigen Flug nach Penang in Malaysia. Ich war froh, dass ich den 60 jährigen, Bier bauchigen Junggesellen aus dem Weg gehen konnte, welche in Phuket, Pattaya und Ko Samui herumirren. So flog ich wiederum tags darauf auf die kleine Insel im Westen von Malaysia. Zu erwähnen, dass die Pechsträhne immer noch kein Ende hatte und ich noch mein Geldbeutel mit 582 Thailändischen Baht verlor (Zum Glück ist das nicht so viel Geld, umgerechnet 18 Franken). Da mein Bericht jetzt schon zu lange ist, breche ich hier ab und melde mich bald wieder. Im Moment erhole ich mich von dem Reisen in einem Viersterne Luxusresort am Strand von Malaysia, bevor ich dann am Montag auf Kuala Lumpur fliege.

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Volkswirtschaftlich gegessen – wir lassen uns scheiden

Die Mopedfahrt in Luang Prabang verlief ohne Zwischenfälle. Alles nahm seinen gewohnten Verlauf. Türki fuhr, hielt, wartete auf Eric, schoss Bilder und wartete auf Eric. Wenn er sich nicht gerade verfahren hatte (bei zwei Strassen), düste er in gemächlichem Tempo (Türki bezeichnet es als Kaffeetantenrennen) durch das hüglige Dschungelgebiet. Nach rund dreissig Kilometern erreichten wir die Wasserfälle und wagten uns auf einen schmalen Weg ins Dickicht. Komisch war, dass all die anderen Touristen auf der anderen Seite der Fälle waren. Türki stolperte von einem Spinnennetz ins andere und Eric fuchtelte mit den Armen, um die fliegenden Viecher abzuwehren. Wir entschlossen uns umzukehren und da die Sonne wieder einmal kräftig schien, entledigte sich Marc aller unnötigen Kleidungsstücke und hangelte sich mit einem Affenschwanz (Liane) über den natürlichen Pool und liess sich ins kühle Nass fallen (flying Monkey). Eine frittierte Banane später (Erics ständiger Hunger erfreut die Volkswirtschaft von Laos ungemein) fuhren wir wieder zurück und hielten auf dem Weg bei einem, so dachten wir, Restaurant. Vielmehr war es Haus mit Stühlen und einem freundlichen, wenn auch leicht betrunkenen, Laoten. Seine ganze Familie schwirrte um uns und nach einem kurzen Austausch bekamen wir einen Pappayasalat serviert. SCHARF! Wir liessen uns nichts anmerken und schauten uns gegenseitig zu, wie die Schweisstropfen unseren feuerroten Köpfen hinunterliefen. Als nächstes folgte ein Fisch. Dieser war zum Glück nicht scharf und sehr gut. Da Türki in ein langes Gespräch mit dem Gastgeber verwickelt war, fand er nur noch ein Gerätehaufen vor als er sich dem Fisch zuwenden wollte. Eric dieses Fredchen hatte alles verputzt (unbändiger Hunger, Teil2). Wieder in Luang Prabang gingen wir, wer hätte dies gedacht, etwas essen und erholten uns anschliessend im klimatisierten Zimmer von den (Ess-)Strapazen des Tages. Am nächsten Tag mussten wir früh aus den Federn, um den Minivan in Richtung Vang Vieng zu nehmen. Zwölf Personen hatten Platz und exakt zwölf Personen bestiegen den Van. Unser Gepäck schnallten sie aufs Dach (hoffentlich kommt kein Tunnel) und uns quetschten sie in Innere des Wagens. (Ab hier nimmt die Qualität und die Smileys des Berichtes zu, denn Türki übernimmt, Kommentar von Türki :-)) Ganze fünf Stunden dauerte die Fahrt für 170 Kilometer. Der Minivan schlängelte sich durch das Gebirge. Kurve um Kurve auf engen Strassen und steil abfallenden Hängen. Was aber faszinierend war, die Laoten leben waghalsig gleich neben der Strasse in Bambushütten auf Stelzen zum Hang. Wenn man das Schlafwandelt sieht man alt aus. Der Beifahrer musste sich mehrmals übergeben. Türki musste den Sitz mit Eric wechseln, sonst wäre es ihm gleich ergangen. Erschöpft von der Fahrt erreichten wir schliesslich die Busstation und wechselten in ein Tuktuk, welches uns zum Hotel brachte. Wir checkten ein und fanden uns wenig später in einem Restaurant und assen Spaghetti zu Friends-Folgen. Eric ass Burger und es erging ihm in der Nacht ähnlich wie dem Beifahrer des Vans. Wir schliessen es auf die Mayonnaise zurück. Auf jeden Fall wollten wir tags darauf mit einem Luftpneu flussabwärts treiben lassen. Für das ist dieser Ort berühmt. Man sitzt gemütlich in einen solchen Ring und lässt sich von Bar zu Bar treiben, bis man wieder von vorne anfängt. Nach etlichen Bieren und Sonnenbrand schliesst man den Abend in einem Restaurant mit Friends ab. Leider regnete es den ganzen Tag und wir beschlossen eine ruhige Kugel zu schieben und uns vom Reisen zu erholen. Ja das muss auch mal sein, weil es geht ganz schön an die Substanz. Türki liess sich die Haare auf der Strasse zwischen Hühnern kürzen und Eric ruhte seinen Magen aus. Am nächsten Tag fuhren wir nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos. Wir schlenderten durch die Stadt und kamen an einem Stadion vorbei, welches zwei Spiele für diesen Tag angesetzt hatte. Natürlich liessen wir uns dies nicht nehmen gratis zwei Spiele der höchsten Spielklasse in Laos anzusehen. Viele Torhüterfehler später (daher auch die hohen Resultate) schlossen wir den Abend mit Bier ab. Wir schlenderten von Bar zu Bar und endeten am Schluss in einem homosexuellen Schuppen. Wieder einmal haben wir es geschafft diesen zu finden 🙂 Türki hatte einen üblen Kater und war nicht zu gebrauchen am darauffolgenden Tag. Eric schlenderte durch die Stadt und schoss etliche Fotos. Am nächsten Tag flogen wir früh morgens mit einer Propellermaschine via Bangkok nach Chiang Mai. Wir besichtigten kurz die Stadt und assen Abend, bevor wir uns erschöpft schlafen legten. Am nächsten Tag legten wir unsere Sightseeing-Tour fort und assen wie gewöhnlich sehr viel. In Asien zum Glück kein Problem 🙂 Da wir viele Städte gesehen haben, beschlossen wir Motorräder zu mieten und in die Natur zu fahren. Nach guten 50 Kilometern und etlichem Verkehr erreichten wir die Wasserfälle im Dschungel. Zehn Stück um sie bei der Anzahl zu nennen. Wir lauften die 1.5 Kilometer in den Dschungel bis zu einer waghalsigen Holztreppe, welche 132 Stufen hoch war. Sie wurde Fitnesstest genannt und wir waren froh, dass wir sie heil überstanden. Die Treppe war morsch und teilweise gaben die Bretter mehr nach als wir wollten und hofften bei jedem Schritt, dass die Bretter nicht brachen. Jedenfalls war auch ein Teil der Aussichtsplattform gesperrt und das aus gutem Grund. Wir stiegen wieder auf unsere Motorräder und fuhren zurück in die Stadt. Die adelige Vermählung von Kate and William veranlasst uns früher in die Bar zu gehen, um dem zu entgehen. Heute Abend werden wir das letzte Mal zusammen etwas unternehmen. Ab Morgen trennen sich unsere Reisewege und wir reisen alleine weiter. (Keine Angst wir verstehen uns immer noch prächtig, es ist aus rein finanziellen Gründen :-)). Eric zieht es nach Nepal und wird dort mittels Elefanten abgeholt. Konzentriert sich auf wandern im Gebirge und als Dolmetscher für ein Österreichisches Pärchen. Türki zieht es in den Dschungel in Nordthailand, bevor er langsam südwärts in Richtung Malaysia und Singapur reist. Am 17. Mai wird er dann nach Buenos Aires reisen und solange in Südamerika bleiben, wie es ihm finanziell ermöglicht. Übrigens hat Türki gerade erfahren, dass es zwei Tickets für das Europameister-Finale am 1. Juli 2012 gewonnen hat. Dann ist die nächste Reise wohl auch schon geplant 🙂

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Hund mit Schluckauf – ein Leguan auf dem Präsentierteller

Früh mussten wir aus den Federn, denn der Bus zur Halong Bay fuhr pünktlich um halb acht los. Wir bestiegen das Gefährt und hofften, einen Fahrer mit Anstand und lebensbejahenden Adern anzutreffen. Die Fahrt verlief ruhig und gesittet. Wir kamen am Hafen an und wurden von Touristengruppen überrannt. Wir bekamen noch den Hinweis, dass selbstmitgebrachte, alkoholische Getränke nur gegen einen Aufpreis aufs Schiff genommen werden dürfen. Türki versteckte die soeben erworbene Weinflasche im Rucksack und wir tuckerten mit einem kleinen Boot zum grossen Boot (so ist das). Als wir ankamen schwamm es noch. Dies deuteten wir als positiv und bezogen unser wunderschönes Zimmer aus Holz mit Meerblick. Nach dem Mittagessen wurden die ersten Bekanntschaften geschlossen. Unser Französisch ist doch limitierter als wir bis dahin annahmen, aber dazu später mehr. Wir legten in einer Bucht an und tuckerten zum ersten Highlight mit böser Vorahnung. Die Tropfsteinhöhle war beeindruckend; die Menschenmasse auch. Wir schauten uns gegenseitig an und hofften, dass es eine kleine Höhle ist. Nach einer Kayakfahrt ging es zurück zum Schiff und von da an wurde es angenehm. Wir hüpften vom Dach des Bootes in das überraschend angenehm warme Wasser und ignorierten die Hygienevorschriften, die es in Vietnam nicht gibt. Die Fischreste aus den Ohren gepult machten wir uns daran, das Nachtessen zu verputzen. Es gab viel Shrimp. Eric lächelte nett und begnügte sich mit dem Reis, der uns langsam zu diesem Organ heraushängt, welches wir doch kurz zuvor von den Fischresten befreit haben (dies war ein umständlicher Satz nur um nicht zweimal das Wort Ohr verwenden zu müssen). Unser Guide drohte mit Karaoke, als wir uns aufs Uppder Deck verzogen und ein paar Biere genossen. Wenig später versuchten wir noch Squid zu angeln… wenig erfolgreich. So verstrich der Abend und wir legten uns schlafen. Da vor einem Monat hier ein Schiff gesunken ist, streiften wir uns die Schwimmwesten im Bett über… sicher ist sicher.

Am nächsten Tag ging es zur Cat Ba Island. Wir beglichen zuerst noch die Rechnung für die Getränke, die verdächtig hoch schien. Wir rechneten nach, nachdem auch andere Gäste Getränke aufgelistet hatten, die sie nie getrunken haben. Nach ein wenig verdutzten Blicken und vorgetäuschten Sorgfaltsmienen, war die Sache geklärt und das vietnamesische Rechensystem wird wohl nun von Grund auf bearbeitet… oder auch nicht. Wir fuhren in den Nationalpark auf Cat Ba Island und stapften schweissgebadet durch das Dickicht auf einen Hügel, von dem man eine wunderbare Aussicht auf die Umgebung hatte. Wer wollte, konnte noch auf einen Turm steigen, der nicht unstabiler hätte sein können. Es ist in diesen Ländern wie mit Dreiecksbeziehungen; man muss vertrauen haben keinen Fehltritt zu begehen, obwohl es in die Hosen gehen kann (ein wenig Niveaulosigkeit erlauben wir uns dann doch). Ergo, Türki bestieg das Gerüst, Eric kam in die Hälfte. Am Nachmittag mieteten wir ein Moped und fuhren durch die Insel. Der Verkehr war angenehm inexistent und die Ziegen auf den Strassen störten auch nicht weiter.

Am Abend gingen wir dann noch in eine Bar und gönnten uns wohlverdiente Spirituosen. Dann war dieser Trip auch schon wieder vorüber und am nächsten Tag ging es mit Bus und Boot auf die achtstündige Rückfahrt nach Hanoi. Eric sass wie eine Sardine eingequetscht im Sitz, da bot ihm seine malaysische Sitznachbarin an, die Plätze zu tauschen. Dankend nahm er an und das Blut floss langsam wieder in die Beine zurück; gutes Gefühl. Da wir die letzten Nächte spät ins Bett gingen und immer früh aufstanden, legten wir uns in das Hotelzimmer und schliefen auch schon bald. Adios Vietnam, guten Morgen Laos. Das Flugzeug machte merkwürdige Geräusche, die wir zu ignorieren versuchten. Wir setzten zum Landeanflug an und das Flugzeug senkte seine Nase zwischen zwei Hügelketten in eine Schneise und flog circa fünfzig Meter über den Wellblechhütten in Richtung Landebahn. Sicher setzten wir auf und als wir ankamen, sah es mehr nach Einkaufsladen denn Flughafen aus. Ein kleines Haus mit Stacheldraht auf den Seiten. Hatte etwas. Als Schweizer muss man kein Visum für Laos haben und deshalb ging alles sehr zügig voran und das Taxi chauffierte uns zu unserem Guesthouse. Erfreut stellten wir fest, dass Verkehrsregeln hier existent sind und der Verkehr um ein tausendfaches geringer ist als in Vietnam. Wir betraten das, wir vermuten Wohnzimmer, und fanden eine schlafende, alte Frau vor. Nach ein wenig räuspern und Husten kam dann jemand aus dem Hintergrund und fragte sich, was wir wollten. Die Reservation war nicht bis nach Laos durchgedrungen; ein Zimmer kriegten wir trotzdem. Insektenschutz aufgetragen, das Frühstück nachgeholt und Luang Prabang besichtigt (so heisst dieses Städtchen mit 48’000 Einwohnern und etwa 48’000 Guesthouses – Tourismus schein sich mehr zu lohnen als Fischen – zum Glück hat Eric Tourismus studiert und nicht Fischen). Wir genossen die ruhige Atmosphäre noch ein wenig und gingen am Abend zum Markt, wo wieder einmal allerhand Gleiches angeboten wurde. Eric sucht immer noch nach einem passenden Hemd. In Laos haben jedoch alle farbige Muster und Verzierungen mit laotischen Schriftzeichen und da er nicht aussehen will wie einer dieser westlichen Aussteiger, die nun mit Sandalen und debilem Blick bewaffnet den Kapitalismus anprangern, ist er weiterhin auf der Suche. Komischerweise sieht man keinen einzigen Einheimischen mit diesen Hemden, aber dies ist jetzt nicht wichtig (ihr Aussteiger ihr).

Heute sind wir dann mit dem Velo kreuz und quer durch die Strassen geradelt und haben den kleinen Fluss, der hier in den Mekong mündet, über eine Bambusbrücke überquert. Wieder einmal ein „es lotteret aber es hebt“ Moment. Im Fluss schwammen Kinder, es wurde gefischt und am Ufer geschlafen… optimale Fotosujets. Auf einem Markt fanden wir noch einen Leguan, wie eine Weihnachtsgans verschnürt auf dem Verkaufstisch liegen. Ein wenig weiter wurden lebendige Fische direkt in Plastikbeutel eingepackt und die Strasse hinunter flog ein Korb voller Hühner vom Wagen. Als wir dann am Abend noch einen Hund mit Schluckauf sahen, diskutierten wir über das Wort Bio und die genaue Definition davon. Frischer kann man all diese Viecher eigentlich nicht bekommen. Wir verzichteten jedoch auf Leguan, Fisch und Huhn und assen einen Salat. Hoffentlich wurde dieser nicht gequält. Morgen geht es mit dem Moped zu den Wasserfällen und dann weiter in Richtung Süden, bevor wir dann in Vientiane ankommen werden. Wir halten weiter Ausschau nach farbigen Hemden und Aussteigern mit Sandalen und debilem Blick. Bis zum nächsten Mal, hebets guet!

PS: Wir unterhielten uns circa eine halbe Stunde mit Franzosen auf dem Boot in der Halong Bay… zehn Jahre Schulfranzösisch aus dem Fenster; grauenhaft!

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